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Heimatpflege

Wer sich dem Schwarzwaldverein, in unserem Falle der Ortsgruppe Wettersbach anschließt, wird sehr schnell merken, dass er hier nicht nur seiner Wanderleidenschaft frönen kann. Wer durch die Straßen und Gemarkungen seiner Heimat geht, macht sich unwillkürlich auch Gedanken über deren Entstehungsgeschichte und Vergangenheit.

Was bedeuten die Kürzel auf diesem Wegekreuz, wie kommt jener Hügel zu seinem Namen, wieso sind dort römische Quadersteine in fast allen Häusern verbaut, wo ist der Grenzstein, der letztes Jahr noch hier zu sehen war? Und ehe man sich versieht, ist man gedanklich in die Heimatgeschichte eingetaucht. Der nächste Schritt ist schnell getan. Wer seine Heimat kennt und liebt, setzt sich auch für deren Erhalt und Pflege ein. Und deshalb ist das Ressort Heimatpflege für den Schwarzwaldverein eine Selbstverständlichkeit.

Für die Bürokraten unter uns sei die Heimatpflege gemäß Punkt 3.4 der SWV-Satzung folgendermaßen definiert:

3.4.1 Allgemeines

Heimatpflege im Sinne des Schwarzwaldvereines ist:

bulletPflege und Einbindung des örtlichen und regionalen Brauchtums in das Veranstaltungsangebot des Schwarzwaldvereines mit den Schwerpunkten Volkstanz, Volkslied, Volkstheater, Volkstracht und Mundart.
bulletDenkmalpflege mit dem Schwerpunkt Wiederherstellung und Unterhaltung landschaftstypischer Kultur- und Arbeitseinrichtungen wie Sägen, Mühlen, Kleindenkmale usw.
bulletHeimatforschung in Verbindung mit dem Schwerpunkt Wandern in vielseitiger, vor allem orts- und regional bezogner Themenstellung
bulletProjektartige Schwerpunktaufgaben in Zusammenarbeit mit anderen Fachbereichen, wie Einrichtung und Unterhalt von Heimatpfaden, thematischen Wanderwegen, Rastmöglichkeiten an historisch interessanten Plätzen sowie gemeinsame Seminare.

Was heißt das im Alltag? Wann komme ich in meinem täglichen Leben mit Heimatgeschichte in Berührung? Ständig! Die vergilbte Fotografie von Großmutters Abschlussball, die letzte silberne verzierte Gabel vom Familienbesteck, der verstaubte Samtbeutel mit Kräutern auf dem Dachboden, der alte Brunnentrog in einer Lagerecke im städt. Bauhof, der frühere Straßenname auf dem Emailletäfelchen, das bedeutet Heimat, Heimatgeschichte, Heimatpflege.

Wie die Ortsgruppe Wettersbach dies nun konkret beherzigt und umsetzt, sollen die folgenden Artikel, Berichte und Ankündigungen zeigen. Wir wünschen Ihnen Kurzweil beim Lesen, jede Menge Neuigkeiten zum Staunen und Schmunzeln. Falls der werte Leser Appetit auf „Mehr" bekommen sollte, so gibt es ein einfaches Rezept: eine senden.

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Heimatpflege im Schwarzwaldverein Wettersbach e.V.

Als im Jahr 1971 unsere Ortsgruppe gegründet wurde, war die Pflege unserer Heimat eines der Ziele; das ist es auch heute noch. Einige Palmbacher Bürgerinnen und Bürger gesellten sich unter die Gründungsmitglieder von damals. Zwischenzeitlich besteht unser Verein aus einer gesunden Mischung beider Stadtteile sowie der Region Karlsruhe. Heimat ist nun mal keine käufliche Ware, sondern etwas Besonderes. Und gerade das Besondere muß man hegen und pflegen, damit man sich wohlfühlt. Ja das ist es, Heimat ist da, wo man sich wohlfühlt. Palmbach, gegründet 1701 von den Heimatvertriebenen Waldensern, feiert im Jahr 2001 sein 300-jähriges Jubiläumsfest, wozu wir herzlich gratulieren. Selbstverständlich feiern wir dieses Fest kräftig mit. Beim Dorffest wird eine Zimmermannsgruppe des Schwarzwaldvereins ihr historisches Handwerk vorführen.

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Das Bild zeigt das Rathaus Palmbach bis Ende des 19. Jahrhunderts. Es war später als Wohnhaus genutzt und war das Elternhaus unserer Wanderfreundin Mathilde Link, geb. Wipper. Im Zuge der Dorfsanierung und Erneuerung der Ortsdurchfahrt fiel es 1968 der Spitzhacke zum Opfer.

Durch die Ansiedlung der heimatlosen Waldenser auf dem damaligen Grünweddirsbacher Gelände kam auch die Kartoffel nach Süddeutschland. Unsere Vorfahren hatten damals durch dieses Ereignis viel früher den Genuß der schmackhaften Knolle als im übrigen Deutschland. Nachstehenden Bericht darüber haben wir dem Wettersbacher Heimatbuch entnommen.

Wie durch die Waldenser die Kartoffeln nach Süddeutschland kamen

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