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Wege allgemein,  Alternativen

Wir fühlen uns wohl auf federnden Waldwegen, auf blumengesäumten Wiesenpfaden, auf altem grün durchwachsenem Dorfpflaster. Wir begegnen dort einem Stück Natur: Blüten besuchende Insekten wie Bienen oder Schmetterlinge, Eidechsen und Käfer können beobachtet werden. - Und wir freuen uns über historische Pflasterbeläge, denn Moose, Flechten und Gräser wachsen aus ihren Fugen. Es sind lebendige Wege und Plätze.

Neben den ästhetischen Aspekten bieten solche naturnahe Flächen aber noch weitere Vorteile gegenüber Beton und Asphalt: Sie verbessern das Kleinklima, belüften den Boden, ermöglichen eine Bodenbelebung mit Mikroorganismen, speichern Wasser in der Bodenschicht und schlucken Staub und Schadgase. Gerade im näheren Bereich unseres Wohnumfeldes können wir mit entsprechender Planung verhindern, daß tote, monotone und lebensfeindliche Beläge Verwendung finden.

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Temperaturkurve verschiedener Beläge

Terassen, Hauseingänge, Garagenzufahrten, Höfe und Gartenwege lassen sich ökologisch wertvoll und optisch anspruchsvoll gestalten, indem wir einem Belag den Vorzug geben, der vegetationsfreundlich ist.

Bei den nachfolgend vorgestellten Alternativen ist eine entsprechende Unterkonstruktion wie sonst auch mit Sand und Schotter notwendig. Die aufgezeigten Möglichkeiten sind kostengünstig und kaum mehr pflegeaufwendig als versiegelte Böden.

Welche Alternativen zu Beton und Asphalt sind bei der Gestaltung von Wegen und Plätzen möglich?

1. Holzpflaster

Material: druckimprägnierte Rundhölzer, Durchmesser beliebig, Länge 15-20 cm. Das Holzpflaster ist leicht zu verlegen,strapazierfähig und gestalterisch anspruchsvoll. Die Zwischenräume werden mit Sand oder einem Sand-Lehm-Gemisch (1/3 Lehm und 2/3 Sand) verfüllt.

2. Rasenpflaster

Material: Pflastersteine (z.B. Granit, Sandstein)

Rasenpflaster sind das klassische Beispiel für eine Harmonie zwischen Stein und Grün. Die Fugen sollten breiter als 1 cm sein (bei Großpflaster mindestens 2 cm) und mit einer Mischung aus 30% Mutterboden und 70% Sand verfüllt werden. Zur Einsaat kann vor allem eine strapazierfähige Rasenmischung verwendet werden.

3. Rasengitter

Material: Rasengittersteine aus Beton Die modernere Form des Pflasterbelages, die sich vor allem für Garagenzufahrten eignet. Verlegung und Begrünung wie beim Rasenpflaster.

4. Schotterrasen

Material: Gemisch aus Sand, Mutterboden und Schotter oder Split.

Der Schotterrasen verbindet zwei Vorteile:
Er ist gut belastbar (gelegentlich befahrbar), aber dennoch grün; ideal also für ab und zu benutzte Zufahrten oder Stellplätze. Das Gemisch wird in einer Stärke von etwa 15 cm aufgebracht und gestampft. Anschließend kann eine Einsaat erfolgen oder der natürliche Bewuchs abgewartet werden.

5. Holzroste

Material: druckimprägnierte Bretter und Kanthölzer.

Schöne und praktische Lösung. Holz ist leicht zu bearbeiten. Falls im Lauf der Jahre eine optische Auffrischung notwendig wird, nur biologische Anstrichmittel verwenden.

6. Rindenschrot

Material: Baumrinde

Diese Alternative eignet sich besonders für Gartenwege. Der bodenfreundliche Belag ist pflegeleicht und duftet das ganze Jahr über nach frischem Holz. Rindenschrot können Sie kaufen oder sich eventuell über das Forstamt besorgen.

*AFW - Der Abflußwert gibt an, wieviel Wasser oberflächig abfließt. Bei einer Fläche von 1 .000 qm mit Abflußwert 0.4 entspricht dies der abfließenden Wassermenge einer 1.000qm x 0.4 = 400 qm großen, voll zu entwässernden Fläche. Also: je niedriger der Abflußwert, desto besser.

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mit freundlicher Genehmigung entnommen aus: "Natur im Industriegebiet", Naturschutzbund Deutschland, Gruppe Karlsruhe e.V., Langenbruchweg 9, 76137 Karlsruhe